Der Porsche Sports Cup Suisse startete dieses Jahr, wie die vorherigen Jahre auch, auf dem legendären Red Bull Ring in Spielberg. Bei kalten, aber trockenen Bedingungen, lieferten wir uns packende Rennen. Zum Red Bull Ring habe ich ein eher ambivalentes Verhältnis: auf der einen Seite ist Rennstrecke wunderschön gelegen und die Infrastruktur absolut top und modern, auf der anderen Seite ist und bleibt die Strecke für mich eine Herausforderung, die nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählt. Aber um es vorweg zu nehmen: dieses Jahr war alles etwas anders!

Nach unseren Testtagen in Le Castellet waren wir optimistisch, dass unser Setup bereits gut auf mich und den neuen GT4 RS abgestimmt war. Einzig das Untersteuern, vor allem in Verbindung mit dem Reifenabbau über Renndistanz, stellte anfangs eine Herausforderung, die wir nach einigen Anpassungen am Ende des ersten Tages jedoch in den Griff bekamen. Mit einer Zeit von 1:33:709 konnte ich die Qualifikation auf P1 abschließen und war sogar 0,3 Sekunden unter meinem persönlichen Ziel. Anfangs hatte ich jedoch Schwierigkeiten, in den richtigen Rhythmus zu finden und verpasste dadurch den optimalen Reifenpeak. Trotzdem war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, zumal ich Tomas Guedes mit 0.13s Abstand auf P2 verweisen konnte.

Im ersten der beiden Rennen war ich beim Start von der Innenseite startend, etwas vorsichtig und verlor die Führung in T1, holte sie in T3 zurück, verlor sie aber sofort in T4 wieder. Tomas Guedes, ein portugiesischer GT4-Fahrer, der auch in der italienischen GT4- Meisterschaft ganz vorne mitmischt, machte keine Fehler, sodass wir den Abstand im Rennen konstant hielten. Am Ende des ersten Rennens wurde ich Zweiter, vor meinem ehemaligen Teamkollegen Philip Hagnauer von Porsche BSL Racing. Ein tolles Rennen!

 

Das neue Format des Porsche Sports Cup Suisse basiert auf den zwei besten Rundenzeiten in der Quali, weshalb ich im zweiten Rennen von P3 startete. Mein zweiter Start war gut, aber nicht perfekt. In der fünften Runde konnte ich jedoch die Führung übernehmen somit meinen ersten Saisonsieg vor Patrick Schetty und Ekatarina Lüscher feiern.

Ein solcher Erfolg ist nur durch die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich. Vom Team, das das Fahrzeug vorbereitet und das Setup am Rennwochenende optimiert, über die fairen Konkurrenten, die den Wettbewerb spannend halten, das Material, welches bis zur Zielflagge durchhalten muss, bis hin zu den äußeren Einflüssen wie Wetter, Streckenbedingungen und gar die Rennleitung – und natürlich ein bisschen Glück. An diesem Wochenende stimmte einfach alles, und ich bin dem Team von AMAG First Rennsport sowie meinem Fahrercoach Moritz Kranz für ihre hervorragende Unterstützung sehr dankbar. Natürlich wird es in dieser Saison auch Rennen geben, bei denen nicht alles so reibungslos läuft. Aber für die diesjährige Meisterschaft konnte ich den ersten wichtigen Grundstein legen.

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Motorsport Schweiz

Video zum Rennen:
PSCS 2024 – Red Bull Ring