Porsche Sports Cup Suisse 2024 – Freies Training in Le Castellet

By |March 29th, 2024|Racing|

Wir starten wieder durch: Im freien Training im Rahmen des Porsche Sports Cup Suisse hatte ich die fantastische Gelegenheit, den brandneuen Porsche GT4 RS Clubsport ausgiebig zu testen und auf meine Bedürfnisse abzustimmen. Das Herzstück dieses Rennwagens ist der 4,0 Liter Sechszylinder-Boxermotor, inspiriert vom 911 GT3 Cup, der mit 368 kW (500 PS) glänzt – ein Plus von 75 PS im Vergleich zum Vorgänger. Die Performanceverbesserung liegt in etwa im Bereich von 2%-4%. Anders gesagt: auf dem Paul Richard war ich 5s schneller als letztes Jahr. Ein grosser Anteil wird die verbesserte Performance des Fahrzeug gehabt haben; einen kleineren Teil rechne ich noch mir selber noch zu 😊.

Eine verbesserte Luftansaugung ermöglicht eine Maximalleistung bei 8.300 Umdrehungen pro Minute, ein deutlicher Sprung von 800 Umdrehungen höher als bisher. Mit einer Höchstdrehzahl von 9.000 und einem maximalen Drehmoment von 465 Nm (vorher 425 Nm) bietet der Wagen ein beeindruckend breites Drehzahlband. Zudem profitiert das Fahrzeug von einem optimierten Doppelkupplungsgetriebe, das nun sieben statt sechs Gänge für kürzere Übersetzungen nutzt.

Die Fahrdynamik des 718 Cayman GT4 RS Clubsport erfährt durch umfangreiche Fahrwerksmodifikationen eine spürbare Verbesserung. Eine komplett erneuerte Dämpfertechnologie verbessert die Kontrolle über das Fahrzeug signifikant. Die Modifikationen umfassen unter anderem Zwei-Wege-Stoßdämpfer sowie vorne und hinten einstellbare Schwertstabilisatoren. Ich hatte das Gefühl, dass das Fahrzeug feiner zu fahren ist: in gewissen Situationen bei Unebenheiten und Kuppen ist der neue GT4 fehlerverzeihender, beim Herausbeschleunigung jedoch muss man etwas sanfter den rechten Fuss einsetzen.

Seitliche Flics und eine verlängerte Frontlippe für die Bugschürze erhöhen den Abtrieb an der Vorderachse, was das Auto agiler macht. Radhausentlüftungen in den Kotflügeln im Stil des 911 GT3 R und spezielle Air Curtains beruhigen die Luftverwirbelungen im Bereich der Vorderräder, während der verkleidete Unterboden die Anströmung des funktionalen Diffusors am Heck optimiert. Der Schwanenhals-Heckflügel erhält eine jetzt 20 Millimeter lange Gurney-Lippe und einen um zwei Stufen erweiterten Verstellbereich.

Ein weiteres Highlight ist der verstärkte Einsatz von nachhaltigen Naturfaser-Verbundwerkstoffen (NFK. Vermutlich könnte man das verbaute Kraut sogar rauchen 😊). Dieser innovative Ansatz, der bereits beim Vorgängermodell Anklang fand, wurde nun ausgeweitet und umfasst neben Türen und Heckflügel auch die vordere Haube, Kotflügel und weitere aerodynamische Komponenten.

Dass wir die Fahrzeuge überhaupt fahren konnten, haben wir dem unermüdlichen Einsatz von AMAG First Rennsport zu verdanken, denn es war alles andere als klar, dass die Fahrzeuge pünktlich geliefert werden konnten und einsatzbereit waren.

Aber nun genug geschrieben: nehmt Platz im Cockpit und geniesst mit mir eine Runde Le Castellet! https://youtu.be/50a6Y5a4K0g. Dem Kenner wird der eine oder andere Patzer auffallen, aber die Zeiten waren ordentlich für die ersten zwei Trainingstage.

Ich freue mich ungemein, auch diese Saison mit euch zu teilen zu dürfen und danke euch für eure anhaltende Unterstützung und Begeisterung für den Motorsport. Und: ich habe nun auf meiner Webpage https://rstebler.ch/racing-sponsoring/ aufgeschaltet und würde mich natürlich freuen, auch weiterhin auf eure Unterstützung zählen zu dürfen.

Driver-Webpage AMAG First Racing Team: Remo Stebler (porsche.com)

Porsche Sports Cup Suisse 2023 – Misano

By |November 13th, 2023|Racing|

Misano – das letzte Rennen der Saison an der Adria, die Heimstrecke von Valentino Rossi, der mit neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft gehört. Das gesagt: Misano wurde als Moto-GP Strecke gebaut und ist entsprechend anspruchsvoll.

Das letzte Rennen der Saison in Misano ist immer etwas Spezielles. Einerseits das 2h-Endurance Nachtrennen, andererseits die letzte Gelegenheit für die Saison nochmals alle Reserven für den Schlussspurt zu mobilisieren. Die Meisterschaft konnte ich zwar nicht mehr gross beeinflussen und es war klar, dass ich mich mit P4 zufriedengeben musste, da ich in der ersten Hälfte der Saison zu viele Punkte habe liegen lassen. Dennoch: evtl. würde es ja trotzdem nochmals für eine vordere Platzierung reichen.

Am ersten Trainingstag hatten wir noch etwas Mühe, die richtige Balance für das Auto zu finden, weshalb auch das notwendige Vertrauen fehlte. Die Setup Änderungen hatten jedoch eine positive Wirkung gezeigt, sodass ich am Ende des zweiten Trainingstages recht zufrieden mit dem Setup wie auch meiner Performance war.

Das Endurance Qualifying, welches ich mit mein Instruktor Yannick Mettler bestritt, konnten wir für uns entscheiden. Meine eigene Zeit wäre zu diesem Zeitpunkt P3 gewesen, aber Yannick setzte noch einen drauf und konnte P1 rausfahren.

Im Sprint Qualifying am anderen Morgen war meine Zeit mit 1:41:934 zwar sehr schnell, aber leider auch geprägt von etwas Pech, denn ich bin in den letzten drei Kurven auf ein Fahrzeug aufgelaufen und habe wertvolle Zeit liegen lassen, sodass ich das Qualifying auf P3 beendet habe.

Die Ausgangslage für das erste Sprintrennen war dennoch erfolgsversprechend. Doch wie so oft in dieser Saison, war mein Start nicht optimal. Der Reifendruck und die Temperatur waren nicht im idealen Fenster und zusätzlich habe ich in die erste Kurve etwas tief hineingebremst und musste in Folge dessen Fahrzeuge passieren lassen. Nach einem spannenden Zweikampf habe ich das erste Rennen auf P5 beendet und musste mich geschlagen geben.

Im zweiten Sprintrennen bin ich besser weggekommen und konnte in den ersten beiden Runden Plätze gut machen und das Rennen auf P3 beenden. Ich bin zwar auf die Spitze aufgelaufen, aber ich hätte zu viel riskieren müssen, um wirklich noch einen Platz gut zu machen. Mit dem Podestplatz auf P3 konnte ich zufrieden sein.

Das Endurance Rennen war sehr spannend. Yannick ist den Start gefahren und wurde leider nach den ersten 16 Runden unsanft von einem GT3 in T2 gedreht. Zum Glück nur etwas Blechschaden und 10s Verlust – es hätte auch das vorzeitige Ende des Rennens bedeuten können. Auch hatten wir mit den Track Limits zu kämpfen und bereits zwei Verwarnungen kassiert. Ab der 3. gibt es dann pro Verstoss 5s Strafe. Yannick hat ich sich dennoch wieder nach vorne gekämpft und nach ca. 1h mir das Fahrzeug auf P1 übergeben. Leider wurde ich aufgrund unglücklicher Umstände mit der Onboard-Zeitmessung 5s zu früh aus der Box entlassen und so haben wir eine Strafe von 15s kassiert- Autsch. Ich wurde darüber zum Glück nicht informiert und bin einfach mein Rennen gefahren, die P1 konnte ich halten, allerdings war mein Vorsprung kleiner als 15s aufgrund der Strafe! Kurz vor Schluss musste ich dann für den zweiten Boxenstopp in die Box, und aus strategischen Überlegungen machten wir nochmals ein Fahrerwechsel, da Yannick als Pro einfach schneller ist. Unsere Gegner wussten das natürlich auch und haben im letzten Stint auch wiederum den Pro Fahrer an die Front geschickt. Yannick zauberte die letzten Runden eine Quali-Runde nach der anderen, setzte damit unsere Gegner unter Druck, welche zusätzlich nochmals Tracklimits verletzt haben, sodass auch sie 15s Strafen zusammen hatten. Somit Sieg im letzten Rennen der Saison und der zweite Sieg in Folge der 2h Endurance im Porsche Sports Cup Suisse 2023.

 

Endurance ist, mehr noch als die Sprintrennen, eine Teamleistung. Nur durch konstant gute Performance vom gesamten Team inkl. Fahrer ist ein Sieg überhaupt erreichbar. Herzlichen Dank an dieser Stelle an meinen Instruktor Yannick Mettler und dem AMAG First Rennsport Team, welches die Meisterschaft 2023 in der Teamwertung gewonnen hat.

Herzliche Gratulation an meinen Teamkameraden Patrick Schetty, welcher verdient den Porsche Sports Cup Suisse 2023 gewinnen konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Newsroom Porsche : Race Report Misano 2023
Race Video: PSCS Misano 2023

Porsche Sports Cup Suisse 2023 – Mugello

By |September 27th, 2023|Racing|

Mugello – Ende September 2023 war der Porsche Sports Cup Suisse zu Gast in Mugello, meiner Meinung nach einer der schönsten Rennstrecken Europas. Im Gegensatz zu letztem Jahr, zumindest am Renntag, hatten wir perfekte Bedingungen. Im freien Training hatten wir mit wechselhaften Bedingungen zu kämpfen und auch bei trockenen Bedingungen war der Grip am ersten Trainingstag nicht optimal. Leider hatten wir auch mit dem Setup und einem aggressiven Übersteuern zu kämpfen und mussten entsprechend Setup Änderungen testen und umsetzen. Glücklicherweise haben die Setup Änderungen gegriffen und das Auto war optimal für Qualifying und Rennen abgestimmt.

Die beiden Qualifyings für das Endurance und das Sprintrennen waren sehr erfolgreich und ich konnte im kurzen Reifenpeakfenster eine P2 und P1in meiner Klasse herausfahren, was für das Rennen natürlich eine sehr gute Ausgangslage war.

Das Sprintrennen aus der ersten Startreihe zu starten war zwar optimal, aber ich konnte die gute Performance leider nicht umsetzen. In T1 war der Ansatz zu zögerlich, sodass gleich vier Fahrzeuge an mir vorbeigezogen sind, was ärgerlich war. Für einen Sieg im Sprintrennen hat es leider nicht gereicht und ich musste mich, naher einer Aufholjagt mit Platz 3. zu frieden geben.

Im Endurnace Rennen war der Start um einiges besser, jedoch fehlten in der gegenüberliegenden Startreihe zwei Fahrzeuge, sodass ich beim Start einen Nachteil hatte ich im T1 auf P5 angekommen bin. Innerhalb von drei Runden konnte ich drei Positionen gutmachen und führte das Rennen ab Runde 12 an. Leider hatte ich in der zweiten Safety Car Phase Pech in der Position, sodass meine Gegner aufschliessen konnte ich drei Runden vor Schluss den ersten Platz leider abgeben musste. Obschon ich über grosse Teile des Rennen die beste Pace hatte, konnte ich den hintermir fahrende Profifahrer Leclerc nicht aufhalten. Somit darf mit P2 durchaus zufrieden sein. Da Leclerc als Goldfahrer keine Punkte erhielt, wurden mir die maximalen Punkte wie ein Sieg für die Meisterschaft gutgeschrieben.

Mugello, einmal mehr ein tolles Erlebnis und ein gutes Rennergebnis. Einen besonderen Dank gebührt meinem Rennteam AMAG First Rennsport wie auch meinem Coach in Mugello Alex Fontana, welcher mich optimal auf dieses Rennen vorbereitet und betreut hat.

Pressebericht Autosprint: Autosprint.ch
Pressbericht Porsche Schweiz: Race Report Mugello 2023

Porsche Sports Cup Suisse 2023 – Monza

By |July 21st, 2023|Racing|

Monza – Temple of Speed, wie die Rennstrecke auch genannt wird, ist für den Porsche Sport Cup Suisse die schnellste Rennstrecke im Kalender. Für mich bedeutete dies unbekannte Rennstrecke, neues Team, neues Fahrzeug und somit allerhand neues zu erlernen.

Am ersten Tag hatten wir etwas mit dem Setup zu kämpfen, um beispielsweise den Reifendruck in einem optimalen Fenster zu halten oder aber die richtige Balance zwischen Top Speed und Abtrieb zu finden. Es dauerte einen Moment, bis wir das für mich optimale Setup gefunden hatten. Die Trainings verliefen allesamt erfolgreich und wir waren immer ganz vorne dabei.

Im Qualifying konnten wir die Resultate erfolgreich umsetzen. P3 für mich in der Sprint Quali, P1 für Yannick Mettler, mein Instruktor und für die Endurance Team Kamerad in der Endurance Quali.

Im Sprintrennen verlor ich am Start aufgrund einer gewissen Zurückhaltung einen Platz, was aber nicht tragisch war. Leider habe ich mich in der Runde 2 in der Anfahrt auf Turn 1 verschätzt und hatte einen Unfall, sodass ich das Rennen nicht fertig fahren konnte und ohne Punkte blieb – DNF.

    

Im zweiten Sprintrennen musste ich infolgedessen vom letzten Platz starten und musste mich deshalb durchs Feld kämpfen. An die Top 3 bin ich nicht mehr hingekommen, da die jeweiligen Überholmanöver Runde für Runde Zeit gekostet haben. Dennoch konnte ich das Rennen auf P4 beenden, was durchaus ein Erfolg ist.

Das Endurance Rennen war für Yannick und mich ein voller Erfolg. Durch eine clevere Boxenstrategie einerseits, eine gute Startposition und eine top Performance, vor allem von Yannick, konnte wir den ersten Sieg der Saison feiern. Ein überwältigendes Gefühl, vor allem unter diesen Umständen.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an AMAG First Rennsport, welche in kürzester Zeit das Fahrzeug wieder bereitstellen konnten, und natürlich an Yannick Mettler, der mich nicht nur erfolgreich vorbereitet und durch das Rennen begleitet hat, sondern auch den wesentlichen Anteil unseres Erfolges in der Endurance ausgemacht hat.

Berichterstattung Porsche Schweiz : Rennbericht Porsche Sports Cup Suisse – Monza
Autosport Schweiz: PSCS Monza 2023
Porsche News Room: Race Report Monza 2023

Porsche Sports Cup Suisse 2023 – Imola

By |July 18th, 2023|Racing|

Imola – nach einem Jahr Unterbruch dürfen wir wieder Gast auf dieser wunderschönen Rennstrecke sein. Durch die starken Regenfälle vor vier Wochen konnte das Formel 1 Rennen hier nicht stattfinden, aber für uns war alles wieder bereit – Ready to Race.

   

Die ersten zwei Trainingstage verliefen ganz nach unserem Plan und Vorbereitung und hatte keine grossen Überraschungen bereit. Ich konnte mich vom ersten zum letzten Training recht stark steigern, sodass ich ein gutes Gefühl fürs Rennen hatte. Grundsätzlich kommt mir Imola sehr entgegen, da sie technische recht anspruchsvoll ist und mir deshalb auch liegt.

Die Endurance Quali war erfolgsversprechend. Ich landete auf P3 in meiner Klasse und hatte somit eine gute Ausgangslage fürs Endurance Rennen. Das Qualifying fürs Sprintrennen lief nicht ganz so gut, wie ich es mir gewünscht hätte. Einerseits war

mir das Glück vergönnt, im Peak-Fenster eine freie Runde zu haben; eine weitere erfolgsversprechende Runde musste ich abbrechen und so konnte ich erst in der Runde 10 dann eine passable Zeit setzen. P4 in der Klasse, aber noch nichts verloren.

Leider ging es von nun an bergab. Als wir den Motor vor dem Rennen starten wollten, ging gar nichts mehr. Die Benzinpumpe versagte ihre Ihren Dienst, doch die Gründe war unklar. Verschiedene Dinge wurden versucht, bis wir dann rausgefunden haben, dass das Relais der Benzinpumpe nicht funktioniert. Durch die vielen Handgriffe und Diagnosen untern Zeitdruck war plötzlich auch nicht mehr klar, wie viel Benzin wir getankt haben. Also wurde voll getankt. Ich bin also mit 100l Benzin in ein Sprintrennen, welches nur 14. Runden geht, gestartet. Ich war also rund 60kg schwerer als alle anderen und hatte am Schluss mehr Benzin im Tank, als die anderen beim Start! On top waren wir ein paar Sekunden zu spät und die Pitlane hatte geschlossen, bevor ich rausfahren konnte. Somit start aus der Pitlane als Letzter. Und wäre das nicht genug, wurde die Pitlane beim Rennstart zu spät freigeben. Ich bin also 20 Sekunden später, mit neuen Bremsbelägen, kalten Reifen und vollem Tank dem Feld hinterher gejagt. Am Ende konnte ich das Rennen auf P7 meiner Klasse beenden, was ein gutes Resultat unter den gegeben Umständen darstellt.

   

Voller Hoffnung bin ich dann ins Endurance Rennen gestartet. Zwar etwas übervorsichtig am Start, aber ich war Schlagdistanz zu meiner Konkurrenz. Aber irgendwie kam ich trotzdem nicht ganz auf Touren, habe auch etwas Speed vorloren und irgendwann merkte ich, dass mein Auto die Tendenz zum Übersteuern hatte. Da es sehr heiss war, die Reifentemperaturen und Reifendrücke am Nachmittag hoch, habe ich selbst bei einem kompletten Quersteher den Fehler bei mir gesucht – bis ich dann nicht mehr in den 3. und 5. Gang schalten konnte. Leider musste ich das Rennen mit einem Getriebeschaden beenden – DNF.

 

Bedauerlicherweise hat sich mit dem Schaden auf dem Redbull Ring, den Reifenproblemen in Le Castellet und diesem Rennwochenende ein möglicher Sieg oder Podestplatz in der Gesamtwertung des PSCS erledigt. Es gilt nun also, möglichst viel zu lernen und zu geniessen, was auch positiv ist.

Leider war dies, zumindest vorerst, das letzte Rennen im Porsche Basel Racing Team, was ich sehr bedauere. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Jungs vom Racing Team für ihren unermüdlichen Einsatz danken – es hat mir wirklich einen grossen Spass mit euch gemacht und ich konnte sehr viel von euch lernen! Keep it flat-out my friends!

Porsche Sports Cup Suisse 2023 – Paul Ricard

By |June 6th, 2023|Racing|

Südfrankreich; sonnige und warme Tage würde man erwarten. Doch weit gefehlt; es war kalt, nass, und im besten Fall ab und zu trocken. Oft war die Strecke für den Regenreifen zu trocken und für Slicks zu nass, und somit musste man irgendwie ein Setup dazwischen wählen.

Die ersten zwei Trainingstage waren aufgrund der wechselnden Bedingungen sehr intensiv, aber das beste Training, was ich mir wünschen konnte; und auf einer Strecke wie Paul Ricard kann man vielleicht mal etwas mehr pushen, als auf anderen Strecken.

Auch im Qualifying am Samstag waren die Verhältnisse nicht anders. Bei diesen halbnassen Bedingungen habe ich mich entschieden, mit einem gerauchten Regenreifen das Endurance-Quali zu fahren. In dieser Lotterie fuhr ich dann auf P4, was für das Endurance Rennen einen gute Ausgangsposition war.

     

In der Sprint Quali war es dann trotz Regen auf der Strecke überweite teile eher auf der trockenen Seite und somit fiel der Entscheid auf Slicks. Die ganze Quali war ein spannender Kampf um Hundertstelsekunden und die Pole wechselte ständig zwischen den Top 4! Spannend für die Zuschauer, eine Belastung für den Fahrer. Letztlich konnte ich P2 sicher und habe die Pole um 0.09s verpasst. Erste Reihe, was für ein Gefühl.

Der Sprint-Start war, wie so oft am PSCS, einmal mehr Frühstart, welcher nicht geahndet wurde und ich nicht schnell genug antizipiert habe. Somit habe ich in T2 bereits einen Platz verloren. Durch einen Fehler in der Mitte des Rennens musste ich zwei meiner Gegner ziehen lassen und benötigte zu lange, bis ich wieder in meinem Rhythmus war und musste ich mich mit P5 begnügen, was nicht ganz meinen Erwartungen entsprach.

Die Endurance war richtig spannend. Beim Start haben wir uns für Slicks entschieden, da wir davon ausgegangen sind, dass es abtrocknen und halten wird. Als ich mir dann mit geschultem Auge den Himmel beim Warmup ansah, entschied ich mich für Regenreifen, denn ich war mir sicher, dass es innerhalb der nächsten 20 Minuten regnen würde; ein Fehlentscheid, wie sich später herausstellte.

Unter «Wet-Condition» wurden wir zwei Runden hinter dem Safety-Car, bevor das Rennen freigegeben wurde. Leider war mein Reifendruck links viel zu hoch und somit verlor ich wertvolle Zeit. Einerseits war das Auto kaum fahrbar, auf der anderen Seite durfte die Temperatur nicht weiter steigen und somit musste ich mit den Reifen sorgfältig umgehen. Wäre dies nicht schon genug, funktionierte auch der Funk nicht mehr; ich konnte mich also nicht der Box austauschen. Nach 20 Minuten hat mich das Boxenfenster erlöst und ich konnte wenigstens den Druck ablassen. Die Bedingungen waren aber weiterhin halb nass, sodass wir auf Regenreifen geblieben sind; zweiter Fehlentscheid. Als der Strecke dann noch mehr abtrocknete, wurde mein Zeitverlust grösser und grösser, sodass wir kurz vor Schluss nochmals auf Slicks gegangen sind, damit ich wenigstens P6 dann halten konnte.

Leider waren beide Ergebnisse unter meinen persönlichen Erwartungen; rückblickend konnte ich jedoch sehr viel lernen und in meinen Rucksack mit Erfahrungen packen!

Wie üblich ein paar Eindrücke von der Pitlane und dem Cockpit: Porsche Sports Cup Suisse 2023 – Paul Ricard

Race Report Porsche News Room: Race Report Paul Ricard 2023